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Interview mit Jochen Kurz: Geschäftsführer der Papier Kurz GmbH in Münsingen

Aktualisiert: 9. Sept. 2022


Die Gründer von Ace25 abgebildet mit dem Geschäftsführer der Papier Kurz GmbH
Von links nach rechts: Jochen Kurz (Papier Kurz) und Teodosiy Simeonov (Ace25)

Gibt es einen Satz oder ein Sprichwort, dass dich prägt?

"Nichts ist unmöglich“ und „Nein gibt es nicht"

Das sag ich mir öfters, wenn es ein bisschen enger wird.

Alles kann man lösen. In der Regel ist ein Nein immer eine Momentaufnahme. Ändert man den Blickwinkel auf den Prozess, so findet sich auch eine Lösung. Weiter geht’s.


Wie bist du zu Papier Kurz gekommen?

Das Unternehmen wurde von meinem Vater als Handelsagentur vor mehr als 33 Jahren gegründet. Dort habe ich als Azubi angefangen. Ich hätte gerne eine Ausbildung in einer Papierfabrik gemacht, aber leider wollte man mich aus Angst vor „Datenspionage“ keiner ausbilden. Ich habe mich dort weiterentwickelt und integriert. Bei einem Sprachkurs in Kanada habe ich meine Englischkenntnisse vertieft.


Wie ist die Firma entstanden und wie hat es sich die letzten Jahre entwickelt?

Wie schon gesagt, war Papier Kurz eine Handelsagentur. Wir haben die Geschäfte mit dem Papier vermittelt. Das war für mich die erwünschte berufliche Erfüllung. Im Jahr 1998 haben wir dann angefangen Waren zu kaufen und weiterzuverkaufen, mit der Intention einen Großhandel aufzubauen. Ich habe mich darauf konzentriert und mein Vater hat die Handelsvertretung weitergeführt.

Im Jahr 2000 haben wir unsere erste Verarbeitungsmaschine gekauft. Damit wurden die ersten Papierrollen verarbeitet. Aber meine Idee mit dem Großhandel habe ich weiterverfolgt.

Das Lager wurde vergrößert und wir haben LKW´s mit Anhänger zur Belieferung unserer Kunden angeschafft.


Auf meinem Weg habe ich bemerkt, dass ein Großhandel nicht die Zukunft des Unternehmens sein wird. Damals war das Internet noch nicht präsent.

Ich habe erkannt, dass die Papierverarbeitung sehr interessant für unser Unternehmen ist und sein wird. Wir haben eine weitere Verarbeitungsmaschine angeschafft und festgestellt, dass das der richtige Weg ist. Nun konnten wir nach Kundenwünschen produzieren.


In der Papierverarbeitung habe ich die Chance gesehen Produkte zu machen, die eigentlich keiner macht und damit Nischen zu bedienen. Im Jahr 2006 kam eine weitere Maschine hinzu.

Meine Energie, das Engagement und mein Handeln gingen in die Papierverarbeitung hinein.

Im Jahr 2014 haben wir dann eine vollautomatische Rollenschneidmaschine gekauft. Das war ein Meilenstein für uns und den Papiermarkt. Wir waren damals der einzige Verarbeiter in Deutschland, welcher die Papierrollen ohne Hülsen produzieren konnte. Des Weiteren konnten wir ohne großen technischen Aufwand auch kleine Losgrößen herstellen. Das ist bis heute der Erfolg unsers Unternehmens. Serviceorientiert, Kundenorientiert, schnelle Lieferung und vielfältige Qualitätsprodukte. Glücklicherweise hat uns auch die Corona–Situation nicht geschadet.


Mit welchen Herausforderungen hattet ihr in der Vergangenheit zu kämpfen?

Die Wirtschaftskrise 2008 war nicht einfach. Hinzukam ein Wasserrohrbruch, welcher die gesamte Firma unter Wasser setzte. Papier und Wasser vertragen sich leider nicht sonderlich gut. Der gesamte Lagerbestand konnte nicht mehr verarbeitet, sondern musste entsorgt werden. Der entstandene finanzielle Schaden, aber vor allem die Wiederbeschaffung des Materials stellten uns vor große Herausforderungen.

Im Allgemeinem ist die Beschaffung von Rohmaterial in den letzten Jahren schwieriger geworden.


Aus welchem Grund ist Papier Kurz ein interessantes Unternehmen für Mitarbeiter?

Wir sind ein modernes, dynamisches und mit unseren nachhaltiges Produkten ein zeitgemäßes Unternehmen. Wir bieten unseren Mitarbeitern freies Arbeiten und Handeln. Die Mitarbeiter können und sollen eigene Ideen einbringen und ihre Kreativität ausleben. Außerdem sind wir immer nah am Markt mit neuen Produkten und Erweiterungen der Märkte.

Wir sorgen bei unseren Mitarbeitern, genauso wie auch bei unseren Kunden, für Magic Moments. Fortbildung, Ausflüge und Events sind hier u.a. gemeint.


Was sind die Zukunftspläne für das Unternehmen?

Vom räumlichen Konzept ganz klar Münsingen. Es ist natürlich nie auszuschließen, dass man evtl. auch Logistikstandorte in anderen Städten eröffnet.


Insgesamt haben wir noch viel Potenzial. Es ist nicht meine Intention zu sagen jetzt reichts. Ich möchte das Unternehmen jeden Tag so positionieren, dass es auch in 20 Jahren noch weitergeht. Stillstand ist Rückschritt.


In naher Zukunft kommen noch weitere Produktionsmaschinen hinzu. Im Optimalfall kommt die erste Maschine schon Ende des nächsten Jahres. Damit können wir die Produktion weiter ausbauen und uns am Markt noch stärken zu platzieren. Dementsprechend benötigen wir bereits heute zusätzliche engagierte Mitarbeiter. Was die Räume und Lagerhallen betrifft, kommt auch hier eine Erweiterung. Aktuell sind wir in der Planung einer zusätzlichen Lagerhalle.


Über die Papier Kurz GmbH:

Die Papier Kurz GmbH hat ihren Sitz in Münsingen auf der schwäbischen Alb.

Als Papierverarbeiter ist das Produktportfolio des Unternehmens breit aufgestellt. Alle Produkte sind auf Recycling-Basis hergestellt. Vom Packpapier auf Rolle und Format, Graspapier sowie Abdeckpapier bietet das Unternehmen fast alles an. Das Motto des Unternehmens ist Verpacken, Abdecken, Polstern und beschreibt das Unternehmen sehr gut. Jochen Kurz ist 1995 in das Unternehmen eingetreten und seit dem Jahr 2017 als alleiniger Geschäftsführender Gesellschafter tätig. Unter ihm wächst das Unternehmen seit Jahren beständig und wird sich auch in Zukunft weiterentwickeln.


Zur Webseite der Papier Kurz GmbH:


Box, in der eine Papierrolle enthalten ist
Produkte der Papier Kurz GmbH





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